Heute werde ich Euch, auf Wunsch von Sven, mal meine Gedanken zu den nun ersten 8 gemeinsamen Monaten in Elternzeit niederschreiben. Er hat mir versprochen nichts zu zensieren. Mal sehen ob es dabei bleibt 😜.


Als wir von der Schwangerschaft mit Klaas erfuhren, kamen wir schnell ins Gespräch ob wir es diesmal wagen sollen, dass Sven gemeinsam mit mir in Elternzeit geht. Wir dachten zuerst natürlich an die obligatorischen 2 Monate. Da wir auch noch planten unser Haus umzubauen, war dann aber schnell der Entschluss da, dass er ganze 14 Monate Zuhause bleibt.

Die ersten 2 Monate habe ich Elterngeld beantragt und Monat 3 bis 14 dann Sven. In meinen 2 Bezugsmonaten hat er dann noch einen wichtigen Job in seinem Nebengewerbe gemacht. So passte es mit der Beantragung des Elterngelds bestens. Was man trotzdem erwähnen muss ist, dass so ein komplettes Jahr natürlich doch große finanzielle Einbußen mit sich bringt. Da muss man natürlich ein bisschen was im Sparschwein haben.

Nach Klaas Geburt, im Juli, ging es dann sofort los mit dem Abenteuer gemeinsame Elternzeit. 14 Monate… So viel Zeit zusammen als Paar und Familie, lässt eine wunderschöne harmonische Fantasie in einem Aufkommen. Das es in unserem Fall leider nicht so kam, war ziemlich schnell Realität. Als ich aus dem Krankenhaus kam, standen direkt die Bagger im Garten und das Projekt Hausumbau ging los. Natürlich war Svens Arbeitskraft dort mit eingeplant und ich fühlte mich mit allem etwas allein gelassen. Im Nachhinein war ich wirklich oft unfair mit meinem Gemeckere, dass Sven zu wenig Zeit für die Belange des normalen Alltags hatte. Denn er hat sich wirklich ins Zeug gelegt, dass die Baustelle schnell fertig wird und es alles für uns schön ist.


Ein weiteres Ziel, was für uns sehr wichtig war, dass wir viel Urlaub mit den Kindern machen wollen. Das haben wir auch umgesetzt bis wir nun leider erstmal abwarten müssen, wie sich das mit dem Reisen weiter entwickelt. Unser Mallorca Urlaub wurde nun, dank Corona storniert…bleibt die Hoffnung auf unseren geplanten Pfingst- und Sommerurlaub.


Bei diesen ganzen schönen und außergewöhnlichen Dingen bleibt jetzt die Frage, wie es gemeinsam im normalen Familienalltag so ist. Sven ist wirklich eine große Unterstützung. Wir teilen uns, bei den ganzen „Hobbytouren“ der Kinder, super auf und nimmt mir viel organisatorischen Stress ab. Ein anderes Thema ist der Haushalt. Tja, also da bin ich als bekennender Putzteufel nicht ganz einfach. Um meinen Ansprüchen zu genügen, braucht es ganz schön was. Also geraten wir da öfters aneinander. Aber es wird. Wir grooven uns ein.


Für die Kinder ist es auch manchmal schwierig in der neuen Situation. Nun bin ich tagsüber nicht alleine Zuhause, sondern noch jemand, der seinen Senf dazu gibt. Spannend ist es auch zu sehen, wie die Kinder versuchen uns gegeneinander auszuspielen.


Es ist eine schöne Zeit, aber auch eine große Herausforderung für die ganze Familie. Für die Kinder, aber auch für uns als Partner und Eltern. Die Illusion, dass es einfacher zu zweit wird, ist nicht immer eingetreten. Aber trotz allem will ich diese Zeit nicht missen. Sven hat nun nochmal eine ganz andere Sicht auf meinen Alltag bekommen.

Spannend hätte ich es gefunden, wenn wir mal wirklich getauscht hätten und ich arbeiten gegangen wäre. Zumindest wäre Sven jetzt super vorbereit.

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